Metformin ist ein orales Antidiabetikum. Es ist verschreibungspflichtig und wird zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt.
Es handelt sich um Filmtabletten, die zur Klasse der Biguanid-Derivate gehören. Nach Insulin ist Metformin das am besten untersuchte Diabetesmedikament.

Autor: Thomas Graf.AMediziner, Diabetes-Experte. Betreiber Profil Zuletzt aktualisiert: 08.04.2020

Themenverzeichnis:

Fragen & Antworten

Die häufigsten Fragen & Antworten über Metformin

Metformin wird in erster Linie als Antidiabetikum verschrieben. Es wird in verschiedenen Dosen zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt.

Jedoch gibt es noch zwei weitere Anwendungsmöglichkeiten:

  • PCO-Syndrom (Kinderwunsch)
  • Fettleibigkeit (Off-Label)

Für letzteres gibt es offiziell keine ärztliche Verschreibung. Die positive Wirkung bei Fettleibigkeit basiert auf der Senkung des Blutzuckerspiegels, wodurch auch eine vermehrte Fettspeicherung unterbunden wird.

Außerdem vermindert das Metformin die Glukoseaufnahme durch den Dünndarm, was beim Abnehmen hilft.

Für Sportler ist dabei entscheidend, dass aufgenommene Energie in die Muskel- und nicht in die Fettzellen gelangt. Dadurch ist Metformin auch immer wieder mit Dopingskandalen vermittelt.

Dennoch profitieren insbesondere übergewichtige Typ-2-Diabetiker von diesen Effekt.

Bei der Einzeltherapie nehmen erwachsene Patienten anfangs zwei- bis dreimal täglich 500 – 850 mg Metformin zu den Mahlzeiten oder danach ein.

Ab dem 10. bis spätestens 15. Tag beurteilt der Arzt die Wirkung des Metformins auf den Blutzuckerspiegel.

Wenn das Ergebnis noch nicht genügt, wird die Dosis gesteigert.

Eine Dosierung von Metformin kann maximal 3.000 mg pro Tag in Rationen von dreimal täglich 1.000 mg erreichen.

Sollte die maximale Dosis immer noch nicht den Blutzuckerspiegel ausreichend senken, wird der Arzt auf eine Kombinationstherapie setzen. Kombinationspräparate sind beispielsweise Pioglitazon, Sitagliptin, Vildagliptin, Saxagliptin und Glibenclamid.

Was den Zusammenhang zwischen der Einnahme von Metformin und den Mahlzeiten angeht, so gibt es eine eindeutige Empfehlung. Diese lautet, dass Metformin entweder während oder nach einer Mahlzeit eingenommen werden sollte.

Die Einnahme von Metformin während oder nach der Mahlzeit hat den Vorteil, dass sich dadurch erwiesenermaßen die Häufigkeit von Nebenwirkungen und auch deren Stärke verringern.

Dies betrifft insbesondere die unschöne Nebenwirkung der Übelkeit, die durchaus vorkommen kann.

Während die Einnahme von Metformin während oder nach der Mahlzeit die Nebenwirkungen reduziert, wird mit Alkohol genau das Gegenteil erreicht.

Dieser verstärkt nämlich möglichen Nebenwirkungen des Medikamentes, sodass Patienten auf Alkohol in Kombination mit der Einnahme von Metformin möglichst verzichten sollten.

Die Nebenwirkungen nach 350 Erfahrungsberichten:

Häufige Nebenwirkungen :

  • Durchfall 
  • Keine Nebenwirkungen
  • Übelkeit 
  • Blähungen 
  • Müdigkeit

Seltener Nebenwirkungen:

  • Appetitlosigkeit
  • Magenschmerzen 
  • Gewichtszunahme 
  • Muskelschmerzen 
  • Gelenkschmerzen 

Die häufigere Übelkeit tritt fast ausschließlich am Anfang der Therapie auf und verschwindet dann wieder. Die Übelkeit lässt sich durch eine Einnahme von Metformin bei oder nach der Mahlzeit lindern. Die Dosierung – zwischen 500 und 1.000 mg pro Einheit zwei- bis dreimal täglich – kann langsam gesteigert werden, was ebenfalls die Verträglichkeit fördert.

Wenn bei einer langfristigen Einnahme ein Vitamin-B12-Mangel entsteht, kann dieser unter Umständen zu einer Blutarmut führen. Bei der Diagnose einer solchen megaloblastären Anämie müsste der Effekt berücksichtigt werden. Es ist daher empfehlenswert häufiger ein großes Blutbild zu machen, um eben genau solch einen möglichen Mangel früh genug zu erkennen und zu behandeln. Vitamin B12 lässt sich leicht als Nahrungsergänzungsmittel supplementieren und somit wieder steigern.

Das Antidiabetikum Metformin verursacht als häufigste Nebenwirkung Übelkeit und Durchfall.

Anfangs kann auch eine leichte Absenkung der Dosis hilfreich sein.

Weitere Hinweise:

  • Metformin soll immer zu einer Mahlzeit oder unmittelbar danach eingenommen werden.
  • Es gibt unterschiedliche Metformin-Versionen. Wer unter starkem Durchfall leidet, sollte zu einer Version mit kontrollierter Metformin-Freisetzung wechseln. Das wäre beispielsweise das Medikament Glucophage. Diese Version reduziert den Durchfall, weil der Körper aus der Gabe im Tagesverlauf allmählich kleinere Mengen absorbiert.
  • Auch eine Ernährungsumstellung kann helfen. Wer Kohlenhydrate und Fett stark reduziert oder zeitweilig ganz darauf verzichtet, kann den Durchfall damit effektiv bekämpfen.
  • Die betroffenen Patienten sollten eher viele kleine als wenige größere Mahlzeiten einnehmen (fünf bis sechs pro Tag).
  • Nach Erfahrungsberichten sollen auch Weizenprodukte nützlich sein, um den Durchfall durch Metformin zu bekämpfen.

Ein Risikofaktor für das Eintreten der Laktatazidose unter Metformin-Verabreichung ist ein akutes Nachlassen der Nierenfunktion bis hin zum Nierenversagen aus anderen Gründen.

  • Typische Prodromalsymptome kurz vor der stationären Aufnahme sind gastrointestinale Beschwerden (Reizdarm, Reizmagen. Magen- und Darmbeschwerden).

Das Risiko der relativ gefährlichen Laktatazidose besteht bei gleichzeitigem Alkoholgenuss während der Metformin-Therapie und gleichzeitigem Fasten sowie bei ungenügender Leber- und/oder Nierenfunktion. Die Gefahr besteht, ist allerdings sehr gering.

Es ist nicht empfehlenswert bei der Einnahme von Metformin große Mengen Alkohol zu konsumieren. Kleine Mengen Alkohol stellen mit Metformin keine große Gefahr dar. 

Es könnte zu der seltenen aber nicht ungefährlichen Nebenwirkung der Laktatazidose kommen. Wenn Patienten nicht auf den Alkoholkonsum an einem bestimmten Abend verzichten möchten, sollte  auf die Einnahme von Metformin verzichtet werden. Solch ein Aussetzer sollte als seltene Ausnahme angesehen werden.

Nein. Metformin ist verschreibungspflichtig und darf nur mit gültigen Rezept gekauft werden. 

Von Anbieter die es ermöglichen Metformin ohne Rezept kaufen zu können, sollte Abstand gehalten werden. Dabei besteht ein hohes Risiko nur eine Metformin Fälschung zu erhalten. 

Mit einem gültigen Rezept können Patienten in jeder Apotheke Metformin kaufen. Das notwendige Rezept kann vom Hausarzt oder auch Fachärzten ausgestellt werden.

Alternativ kann auch ein Rezept über die Online Klinik ausgestellt werden. Hierfür füllen Patienten einen Fragebogen aus, welcher anschließend von einem Arzt online ausgewertet wird. Wenn ein Rezept ausgestellt werden konnte, wird das Medikament per Expressversand verschickt.

Wirkungsweise von Metformin

Das Medikament wird oral eingenommen. Der Wirkstoff wird etwa zu 60 Prozent vom Körper aufgenommen. Ein Teil des Medikamentes wird verstoffwechselt, was neue Studien gezeigt haben. Die Nieren scheiden das Medikament zum größten Teil aus.

Metformin hat eine Halbwertzeit von 180 Minuten. Der Wirkstoff hemmt die Atmungskette in den Mitochondrien, was die ATP Synthese mindert. Die anaerobe Glykose steigt gleichzeitig an. Darin begründet sich der Anstieg von Laktat, welches die Abgabe der Glukose an die Leber mindert.

Als positives Ergebnis kann der Patient bei einer Kombinationstherapie weniger Insulin spritzen, als bei einer Therapie mit Insulin alleine. Dazu kann der Wirkstoff Metformin den Blutzuckerspiegel des Patienten nach dem Essen senken.

Metformin wirkt auf drei Weisen:
  • Die körpereigene Zuckerproduktion durch die Leber wird gehemmt.
  • Verwertung des Zuckers in der Muskulatur und den Zellen wird verbessert.
  • Aufnahme des Zuckers vom Darm in den Blutkreislauf wird gehemmt.

Einnahme und Dosierung

Der Wirkstoff Metformin ist verschreibungspflichtig und die ärztliche Verordnung muss wie vorgeschrieben eingehalten werden. Die Dosierung wird anhand der aktuellen Blutwerte des Patienten festgelegt.

Während der kompletten Behandlung müssen regelmäßige Kontrollen durch den Arzt stattfinden. Die maximale Dosis liegt bei 3.000 mg Metforminhydrochlorid täglich. Bei jugendlichen Patienten oder Kindern ab 10 Jahren, kann eine Mono- oder Kombinationstherapie mit Insulin verordnet werden.

In der Regel wird die Behandlung mit einer Filmtablette begonnen. Die Tabletten sollten jeweils nach der Mahlzeit eingenommen werden. Falls nötig kann die Dosis bis zur Maximaldosis angehoben werden. Fühlt sich der Patient nicht wohl oder reicht die Wirkung nicht aus, muss umgehend ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Hinweise:

Wurden größere Mengen des Mittels eingenommen, sollte sofort ein Arzt konsultiert werden. Eine vergessene Einnahme darf auf keinen Fall nachgeholt werden. Es wird empfohlen den nächsten regulären Einnahmezeitpunkt abzuwarten.

Nebenwirkungen von Metformin

Nebenwirkungen können, müssen allerdings nicht auftreten. Insbesondere zu Beginn der Behandlung mit Metformin, werden vermehrt  Magen-Darm-Beschwerden bemerkt. Häufige Nebenwirkungen treten bei 1 bis 10 Patienten von 100 Patienten auf. Bei sehr seltenen Nebenwirkungen ist ein Patient von 10.000 Patienten betroffen. Nebenwirkungen können mit einer angepassten Dosierung (langsam steigernd) verringert werden. 

Häufige Nebenwirkungen:

  • Übelkeit & Erbrechen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Appetitlosigkeit

Sehr seltene Nebenwirkungen:

  • Übersäuerung des Blutes mit Milchsäure
  • Lebererkrankungen, auffällige Leberwerte
  • Hautreaktionen, wie Rötungen und Juckreiz
  • Hautanhangsgebilde
  • niedrige Vitamin B12 Konzentration im Blut
  • Geschmacksveränderungen

Sollten starke Nebenwirkungen auftreten, muss das Medikament abgesetzt werden und zeitnah ein Arzt aufgesucht werden. Dies gilt insbesondere für auffällige Leberfunktionswerte. 

Nebenwirkungen nach Erfahrungsberichten:

Auf Sanego, einem Bewertungsportal haben über 350 Patienten einen Erfahrungsbericht abgegeben. Dabei wurden auch die Nebenwirkungen bewertet:

Durchfall (120/349)
34%
keine Nebenwirkungen (50/349)
14%
Übelkeit (50/349)
14%
Blähungen (45/349)
13%
Müdigkeit (28/349)
8%

Wechselwirkungen & Gegenanzeigen

Metformin kann deutlich an Wirksamkeit verlieren, wenn gleichzeitig andere Medikamente eingenommen werden. 

ACE-Hemmer gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen können eine blutzuckersenkende Wirkung haben und zusammen mit Metformin zur Unterzuckerung führen. Der Genuss von Alkohol kann unter der Einnahme von Metformin schneller zu einer Alkoholvergiftung führen und das Laktazidoserisiko erhöhen.

Zu den Wechselwirkungen zählen auch folgende Medikamente:
  • bestimmte Arzneimittel gegen Asthma bronchiale (Beta-Sympathomimetika)
  • Diuretika (harntreibene Mittel zur Entwässerung)
  • Kortison (Kortikosterioden)

Gegenanzeigen zu Metformin

Besteht eine Überempfindlichkeit gegenüber einem im Medikament enthaltenen Bestandteil, darf das Mittel nicht eingenommen werden. Wenn ein Patient an einer schweren Überzuckerung oder einer Übersäuerung des Blutes leidet, sollte von Metformin abgesehen werden, da dabei das Nebenwirkungsrisiko steigt.

Patienten mit folgenden Beschwerden dürfen Metformin nicht einnehmen:
  • Dehydration
  • Herz-Kreislaufprobleme
  • Herzschwäche
  • schwere Infektionen
  • Nieren- und Leberfunktionsstörungen

OPs und Röntgenuntersuchungen

Steht für den Patienten eine Operation oder eine Röntgenuntersuchung an, muss mit dem Arzt abgesprochen werden, ob das Medikament weiter eingenommen werden darf.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Wird Metformin alleine eingenommen, besteht in der Regel keine Beeinträchtigung für die Teilnahme am Straßenverkehr, oder das Bedienen von Maschinen. Sollten allerdings noch weitere blutzuckersenkende Arzneimittel eingenommen werden, ist eine Beeinträchtigung nicht mehr auszuschließen. Sollte Anzeichen einer Unterzuckerung auftreten, sollte die Teilnahme am Straßenverkehr und das Bedienen von Maschinen unterlassen werden.

Wo kann ich Metformin kaufen?

Metformin ist ein verschreibungspflichtiges Medikament und kann nur mit gültigen Rezept erworben werden. 

Die Rezeptausstellung kann erfolgen durch:
  • Hausarzt
  • Diabetologe
  • Nephrologe
  • Kardiologe
  • Neurologe
  • Über eine Online Sprechstunde

Über eine von der britischen Gesundheitsbehörde MHRA regulierte und zugelassene Online Klinik ist es möglich Metformin online zu kaufen. Vorher wir dein Fragebogen ausgefüllt, woraufhin dem Patienten über das Internet das notwendige Rezept ausgestellt werden kann. Diese Form der Ferndiagnose ist innerhalb von Europa zulässig. 

Durch den Expressversand, welchen die größte und bekannteste Online Klinik anbietet, ist es möglich Metformin innerhalb von 24 Stunden zu erhalten. Neben den gängigen bekannten Zahlungsmethoden, kann auf dieser Online Klink auch auf Rechnung bezahlt werden. Dies ist insbesondere auch für skeptische Neukunden ein großer Vorteil. 

So funktioniert die Online-Sprechstunde für Metformin:

Anbieter die es ermöglichen Metformin ohne Rezept kaufen zu können, handeln gegen Vorschriften. Patienten sollten von solchen Angeboten Abstand halten. Die Gefahr eine Fälschung zu erhalten steigt bei solchen Anbietern signifikant an.

Quellen:

  1. Beipackzettel von METFORMIN 850 1A Pharma Filmtabletten – Beipackzettel und wichtige Informationen zu Metformin  – apotheken-umschau.de
  2. Medikamente gegen Typ-2-Diabetes: Biguanide (Metformin) – diabetes-ratgeber.net
  3. Metformin – Wikipedia
  4. Metformin Erfahrungsberichte – sangeo.de
  5. Effects of dosage and dosing frequency on the efficacy and safety of high‐dose metformin in Japanese patients with type 2 diabetes mellitus: onlinelibrary.wiley.com

Autor: Thomas Graf. Selbständiger Mediziner. Experte im Fachgebiet Diabetes.