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Diabetes-Hilfe.net – Ihr Ratgeber für Diabetes mellitus

Diabetes mellitus ist eine der meistverbreiteten Stoffwechselerkrankungen in Deutschland. Erkrankte Personen weisen entweder gar kein Insulin im Körper auf, oder aber sie haben im Laufe der Zeit eine Insulinresistenz entwickelt, sodass das vorhandene Insulin nicht mehr richtig wirken kann.

Die Folge davon ist ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel, der – sofern er unbehandelt bleibt – zahlreiche Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann. Blutgefäße, Nervenbahnen und innere Organe werden dadurch über die Jahre hinweg dauerhaft und irreparabel beschädigt.

Das wichtigste Ziel nach einer Diabetes-Diagnose ist deshalb die optimale Einstellung des Blutzuckerspiegels. Wie das funktioniert, und was Sie sonst noch über die verschiedenen Formen des Diabetes wissen sollten, erfahren Sie auf unserer Website – auf Diabetes-Hilfe.net.

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Welche Formen von Diabetes gibt es?

Die häufigsten Diabetes-Erkrankungen lassen sich in drei Kategorien unterteilen: Diabetes Typ-1, Diabetes Typ-2 und Schwangerschaftsdiabetes.

Bei Diabetes Typ-1 handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die bei Personen, die die genetische Veranlagung dafür in sich tragen, meist während der Kindheit oder der Jugendzeit ausbricht. Die Immunzellen des Körpers zerstören dabei wichtige Teile der Bauchspeicheldrüse, die normalerweise dafür zuständig sind, Insulin zu produzieren.

Bereits wenige Wochen nach Ausbruch der Krankheit befindet sich schon kein Insulin mehr im Körper des Patienten – es muss fortan künstlich per Spritze zugeführt werden.

Das Risiko für Diabetes Typ-2 ist zwar ebenfalls genetisch festgelegt, jedoch bricht die Krankheit normalerweise erst aufgrund eines ungesunden Lebensstils aus. Die Rede ist dabei von einer ungesunden Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht bzw. Fettleibigkeit. Medikamente und Insulintherapien sind nicht immer vonnöten – oftmals reicht bereits eine Umstellung des Lebensstils aus, um die Krankheit erfolgreich zu behandeln. Durch Bewegung, eine Reduktion des Körpergewichts und eine ballaststoffreiche Ernährung wird schließlich die Insulinempfindlichkeit des Organismus erhöht.

Der Schwangerschaftsdiabetes tritt – wie der Name bereits suggeriert – während der Schwangerschaft auf und wird ebenfalls durch eine ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung ausgelöst. Der Blutzuckerspiegel ist aufgrund der Schwangerschaft dauerhaft erhöht, da genügend Zucker im Blutkreislauf vorhanden sein muss, um das ungeborene Kind zu versorgen. Die Bauchspeicheldrüse der Mutter hat dabei gelegentlich Probleme mit der ausreichenden Insulinproduktion – es kommt zum Schwangerschaftsdiabetes.

Welche Risikofaktoren es ansonsten noch gibt, und für welche Arten von Diabetes diese besonders relevant sind, erfahren Sie auf der Unterseite Risikogruppen.

An welchen Symptomen erkennt man Diabetes?

Es gibt zahlreiche Symptome, die auf eine Diabetes-Erkrankung aufmerksam machen. Die Häufigsten sind jedoch ein starkes Durstgefühl, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit und ein starker Gewichtsverlust innerhalb kurzer Zeit.

Auf lange Zeit gesehen kann es zu Schädigungen der Blutgefäße, der Nervenbahnen und der inneren Organe kommen. Auch Depressionen können nicht ausgeschlossen werden – insbesondere bei Menschen, die von ihrer Krankheit wissen und nicht damit klarkommen.

Wie wird Diabetes diagnostiziert?

Die Diagnose von Diabetes erfolgt normalerweise anhand eines Bluttests, der beim Arzt durchgeführt wird. Dieser gilt als relativ sicher und kann – wenn die Ergebnisse doch einmal unklar sein sollten – durch verschiedene weitere Tests bestätigt werden – beispielsweise durch die Langzeit-Blutzuckerwerte, die per HbA1c-Test ermittelt werden, oder auch durch einen Glukose-Toleranztest.

Auf Schnelltests für Zuhause sollte man möglichst verzichten, da diese nicht an die Genauigkeit von ärztlich durchgeführten Tests in der Arztpraxis herankommen.

Wie behandelt man Diabetes?

Wer unter Diabetes Typ-1 erkrankt ist, dem hilft nur die künstliche Zufuhr von Insulin weiter.

Bei den anderen Formen des Diabetes ist meist eine Umstellung der Lebensgewohnheiten die beste Therapie. Dazu zählt eine gesunde und ausgewogene Ernährung, mehrere moderate Sporteinheiten in der Woche und eine Reduktion des Körpergewichts – Übergewicht ist schließlich ein wichtiger Risikofaktor der Stoffwechselerkrankung.

Zeigt die Lebensumstellung keine Wirkung, muss die Krankheit mithilfe von Medikamenten (hauptsächlich Metformin) oder einer Insulintherapie behandelt werden. Dies ist in den meisten Fällen jedoch nicht nötig.

Eine wichtige Grundlage der korrekten Behandlung von Diabetes ist das regelmäßiger Blutzucker messen. Nur wer seinen Blutzuckerspiegel kennt, kann für eine optimale Einstellung desselbigen sorgen.

Eine Diabetes-Schulung gehört übrigens ebenso zur Behandlung wie das Messen des Blutzuckers, das Spritzen von Insulin und die Umstellung der Lebensgewohnheiten. Während dieser Schulungen lernt man sehr viel über die Krankheit selbst, über die richtige Ernährung, den richtigen Umgang mit der Krankheit und vieles Weitere.

Unterzuckerung: Eine unterschätzte Gefahr

Der Blutzuckerspiegel sollte – wie wir bereits erwähnt haben – nicht dauerhaft erhöht sein, da ansonsten Folgeschäden drohen. Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass auch eine gegenteilige Entwicklung gefährlich werden kann – nämlich dann, wenn es zur Unterzuckerung kommt.

Eine Unterzuckerung kann durch die Aufnahme von Traubenzucker behandelt werden. Sie tritt vor allem bei unerfahrenen Sportlern mit Diabetes relativ häufig auf. Im schlimmsten Fall endet eine Unterzuckerung im Koma oder mit dem Tod. Insbesondere beim Thema Sport sollte man deshalb einige Verhaltensrichtlinien erlernen, wie beispielsweise das ständige Mitführen von Traubenzucker.

Wie sieht die ideale Ernährung bei Diabetes aus?

Während man vor einiger Zeit noch dachte, dass Diabetiker komplett auf Zucker verzichten sollten, weiß man heute, dass es keine Verbote für Diabetiker gibt. Gleichzeitig bedeutet dies natürlich auch, dass es so etwas wie einen perfekten Diabetes-Ernährungsplan nicht gibt.

Bei allen Lebensmitteln, die man zu sich nimmt, kommt es im Endeffekt nur auf eines an: Nämlich auf den korrekten Umgang mit der zugeführten Nahrung. Man muss wissen, was man tun muss, um trotz der zugeführten Nahrung einen optimal eingestellten Blutzuckerspiegel zu erreichen. Das entsprechende Wissen kann man sich beispielsweise während Diabetes-Schulungen aneignen.

Welche wichtigen Themengebiete gibt es noch?

Die Liste an interessanten Themen für Diabetiker ist lang. Wenn Sie sich für noch mehr Details der Krankheit interessieren, dann könnten die folgenden Artikel interessant für Sie sein:

  • Diabetes und Alkohol
    Alkohol ist für Diabetiker nicht per se tabu. Jedoch sollte man den richtigen Umgang mit Alkohol erlernen, da dieser den Stoffwechsel auf den Kopf stellt. Während Alkohol abgebaut wird, kann die Leber beispielsweise keinen neuen Zucker in den Blutkreislauf abgeben. Auch sonst fährt der Blutzuckerspiegel nach dem Konsum von Alkohol gerne Achterbahn.
  • Hautpflege
    Die Hautpflege ist bei Diabetes ein wichtiges Thema, da die Haut aufgrund des Wasserverlusts häufig ausgetrocknet ist und deshalb juckt. Im schlimmsten Fall bilden sich sogar lästige Ekzeme. Diabetiker sollten deshalb darauf achten, dass sie ihre Haut immer feucht halten.